Mary - HBA5C

 

 

 

Eine Hausgeburt nach 5 Kaiserschnitten

 

 

Hoffentlich wird meine Geschichte eine Ermutigung für jede Frau!

Hintergrund: Meine erste Schwangerschaft wurde bei 41 + 1 Wochen eingeleitet. Ich eröffnete vollständig und versucht zu pressen für 3 Stunden. Mein Arzt stellte ein Mißverhältnis meines Beckens fest und sagte, ein Kaiserschnitt wäre der Weg, wie mein Kind zur Welt kommen müsse. 

2008 war ich zum zweiten Mal in der 37. Woche schwanger. Ich fing an zu bluten. Eine Plazentalösung wurde vermutet und es folgte der zweite Kaiserschnitt.

2010 hatte ich mit Kind Nummer 3 eine "gescheiterte" Vba2c, weil das Klinikpersonal nicht bereit war, mich darin zu unterstützen. In meinem Bericht wird erwähnt, daß ich nie wieder Wehen haben darf, weil es sehr starke Narbenbildungen gab.

Im Jahr 2012 planten wir mit Kind Nummer 4 den 4. Kaiserschnitt, weil ich nicht glaubte, dass ich jemals jemanden finden würde, mich bei einer VBA3C unterstützt.

Im Jahr 2014 planten wir mit Kind Nummer 5 den 5. Kaiserschnitt, obwohl mit dieser Entscheidung nicht zufrieden war.

 

Bei der Diskussion über die Möglichkeit einer weiteren Schwangerschaft mit meinem Mann, habe ich deutlich gemacht, dass ich emotional es nicht verkraften könnte, erneut zu Kaiserschnitt entbunden zu werden. Ich war dann in einer Hebammenpraxis, die Frauen mit schwierigen vorherigen Geburten annehmen! In den letzten 30 Jahren hatten sie viele erfolgreiche VBAC`s.

 

In der Woche, in der ich anrief, war gerade noch eine qualifizierte Hebamme frei und ich war in der Lage sie zu treffen! Ich wußte, dass die Unterstützung meines Mannes für eine erfolgreiche VBAC sehr wichtig wäre. Und eine Hausgeburt war ganz schön weit weg von seinem Radar. Ich habe auch eine Konsultation vor der Empfängnis in einem örtlichen Krankenhaus wahrgenommen. Sie haben mir dort erzählt, dass sie es nicht gestattet werden. Und ich wußte, dass es nicht positiv sein würde im Geburtsverlauf dort gegen den OP zu kämpfen. In der 19. SSW meiner sechsten Schwangerschaft kamen mein Mann und ich zu dem Abkommen, dass meine beste Chance für eine erfolgreiche Vba5c zu Hause wäre. Ich bat ihn, während meines ersten Termins anwesend zu sein, um sicherzustellen, dass auch er in Frieden mit dieser Entscheidung war. Der Rest meiner Schwangerschaft verlief wie üblich.

 

In der 30. SSW machten wir Urlaub. Während wir dort waren, traf ich eine junge Frau und wir unterhielten uns über Schwangerschaft und Babys. Irgendwann in der Unterhaltung erzählte ich von meinen 5 Kaiserschnittkindern und auch, dass ich wirklich auf eine vaginale Geburt hoffte diesmal. Sie erzählte mir dann, dass ihre Mutter 6 Kaiserschnitte hatte und dass ihre Mutter dann eine HBA&C hatte!!!!! Ich fragte, wer ihre Hebamme war (wahrscheinlich vor etwa 25 Jahren) und es war zufällig die gleiche Hebamme, die mich nun begleiten würde. Das erschien mir wie eine erstaunliche Bestätigung von Gott.

Ich hatte diese ganze Schwangerschaft gebetet, dass ein Gefühl des Friedens über unsere Entscheidungenkommen würde!!!

 

Nach 39 Wochen Schwangerschaft bekam ich nachts Wehen mit 10 Minuten Abstand. Sie waren unangenehm genug, dass ich nicht mehr schlafen konnte. Am nächsten Tag ging sie ein bisschen weg, aber waren immer noch da. Ich konnte ein paar Besorgungen machen, aber in der Nacht begannen sie wieder mit 10 Minuten Abstand. Am Dienstag ging der Schleimpfropf ab und ich blutete ganz ganz wenig. Wehen waren weiterhin alle 10 Minuten da und schmerzhaft, vor allem in meinem Rücken. Am Mittwoch behandelte mein Chiropraktiker mich. Mein Mann fuhr mich zu dem Termin. Ich spürte, dass ich die Wehen gut tragen kann. Aber daheim fühlte es sich extrem an. Ich schaffte es, etwas zu essen und versucht zu schlafen, aber es ging nicht mehr! Ich benutze einen Geburtsball. Um 1 Uhr am Donnerstag waren die Wehen zu stark, dass ich laut atmete und ich versuchte in die Dusche zu kommen, um zu sehen, ob es mir helfen würde, die Wehen besser zu veratmen. Ich brauchte 10-15 Minuten in der Dusche, um zu sehen, dass das heiße Wasser nicht hilfreich war für mich. Ich habe bemerkt, dass meine Beine wirklich zittrig waren und der Gedanke, dass dies vielleicht schon der Übergang sein könnte, kam mir in den Sinn.

 

Aber mir war kalt und deshalb dachte ich, dass das der Grund dafür sei. An diesem Punkt sagte ich zu meinem Mann, wir sollten vielleicht die Hebamme anrufen. Ich war wirklich ängstlich. 5 Minuten nachdem ich aufgelegt hatte, ist meine Fruchtblase geplatzt und ich hatte den Drang zu pressen. Die Hebamme kam 45 Minuten später. Ich habe ca. 2 Stunden  gepresst, aber um 5:07 Uhr am 3. März 2016 wurde unsere süße kleine Wynter zu Hause geboren.

 

Ich hatte einen Dammriss 3. Grades. Es tut noch ein bißchen weh, aber ich hoffe auf eine schnelle Genesung!

 

Als unsere Kinder an diesem Morgen aufwachten und zu uns runter kamen, hatten sie vor der Schule noch die Chance, sie zu halten.

 

Wir hatten eine Menge Spaß und überraschten unsere Familien mit einem Aufruf von zu Hause aus, um die Ankunft unseres Babys zu verkünden. Wir hatten niemandem vor der Geburt gesagt, dass wir eine Hausgeburt planten, um uns selber zu schützen vor Meinungen, die ohne Wissen und Evidenz getroffen werden. 


Wir loben Gott für unser kleines Mädchen und das Wunder der Geburt!!!!

 

 

 

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© Kristina Wierzba-Bloedorn