Tabea - VBA2C

 


Nach Komplikationsloser Schwangerschaft habe ich 2006 meinen ersten Sohn bei 40+4 per KS entbunden. Begründung: Guter Befund, ich war jung. Eingeleitet wurde bei 40 +3 von Tablette, Gel, Tropf, gewaltsames vorholen des Muttermundes sowie Sprengung der Blase. Weil sich dann der MUMU in der Zeit von 20 - 22 Uhr von 4 cm nicht schnell genug öffnete, wurde dann entschieden dieses mit einem KS zu beenden, angeblich Geburtsstillstand sowie Missverhältnis -eine gern angegebene angebliche Indikation. Nach der Geburt bekam ich ein gewaschenes angezogenes Baby in die Arme. Zur Nachsorge beim FA meinte dieser damals, die Prozent Chance ein Kind nach KS spontan zu gebären liege bei 80 %, woher sie dieser Meinung war ist mir bis heute schleierhaft.

55 cm – 3530 Gramm – KU – 34,5 cm

Wiederum Komplikationslose Schwangerschaft - wurde 2010 bei 40+6 eingeleitet, mit der Begründung: Über Termin, sowie großem Kind - man glaubt den Ärzten ja die einem versprechen mit Ihnen den versuch einer Spontan Geburt nach einem KS zu wagen.

KS bei 41+0 SSW. Einleitung mit Tablette sowie Kilometer weitem Laufen – keine Reaktion. Die Nacht über durfte ich dann nach Hause in der ich dann künstlich hervorgeholte Wehen hatte. Bei der morgendlichen Kontrolle & dem verbundenen Ortswechsel waren die Wehen dann weg, zur „Unterstützung“ sollte der Tropf helfen - auf diesen ich aber wie erwartet auch schon beim ersten, nicht reagierte. Also ziemlich voll „gepumpt“ & müde wegen fehlendem Schlaf wurde kurzerhand mein Mann zum Kaffee trinken geschickt, während ich berauscht „bearbeitet“ wurde einem KS zuzustimmen da dass Köpfchen immer noch beweglich sei & noch nicht fest. Nach der OP meinte die FA dass aufgrund des KU, sowie Größe & Gewicht ich es eh nicht geschafft hätte. Das Bonding war dennoch schön & wir konnten knapp ein Jahr stillen.

54cm – 4150 Gramm – KU 38 cm



14.Mai 2014 Spontan

3. Schwangerschaft -Komplikationslos, an der ich aber oft an meinen Grenzen gestoßen bin - Dauer Konfrontation aufgrund der vorherigen KS – die Angst das es wiederum so endet.

Bei der Bestätigung der Schwangerschaft bei der FA, sofortige Ernüchterung meinen Wunsch nach einer Spontan Geburt zu begleiten – so das in Woche 16 schon ein KS Termin vereinbart werden sollte. Ich merkte recht schnell das mich die medizinische Begleitung mehr verunsicherte & ich wollte nicht aufgeben meinen Wunsch nach einer spontanen Entbindung nach zu gehen. Im Geburtshaus hab ich dann jemanden gefunden der den Versuch mit mir wagen würde trotz den vorherigen 2 KS. In der Zeit der Schwangerschaft habe ich gelernt auf mich - meinen Körper - mein ungeborenes vertrauen zu dürfen, diese natürliche Kraft machte mir aber auch oft Angst. Meine gesamte Vorsorge machte ich nur bei der Hebamme, sowie Narben Entstörung einmal wöchentlich all dies & die Umstände herum ließen meinen Wunsch festigen aber oft auch zweifeln ob es der richtige Weg ist, in dieser Schwangerschaft habe ich viel über mich selber gelernt sich hat mich reifen lassen – noch feinfühliger zu sein, in mich selber. Nach dem Vorsorge Termin bei 41 + 2 & etwas deprimiert gab es von der Hebi einen wundervollen schmeckenden Wehen Tee, zusammen mit einem Eukalyptusbad sowie meinen Herzensmann schöne Augen zu machen – mit der Hoffnung die Geburt vielleicht damit anzukurbeln.

Am Nachmittag wurde ausgiebig mit dem noch Jüngsten Mittagsschlaf gehalten, gegen 23 Uhr merkte ich das die periodenähnlichen Schmerzen stärker waren, dachte mich aber nicht viel dabei und war der festen Meinung dass diese wieder verschwinden, als diese dennoch bis halb eins anhielten, war ich mir immer noch unsicher und deutete diese nicht als Wehen, allerdings ließe diese mich auch nicht schlafen so das ich die Nacht mit Wäsche und aufräumen verbrachte. Gegen 6 Uhr morgens ging ich dann zum ersten mal baden, ich war mir dennoch unsicher so das ich im laufe des Vormittags die Hebi anrief, ob denn alles normal sein, diese kam dann auch gegen Mittag - der Mumu war finderdurchlässig & so wehte ich den Tag inmitten den Gewusel meiner Kinder herum, größtenteils verbrachte ich die Wehen in der Badewanne bestimmt über den Tag verteilt waren es dann wohl 8 Stunden, aber dort ließen sie sich am besten ertragen. Gegen dreiviertel 7 ging dann auch der Schleimpropf habe, ich hatte zu keiner Zeit Angst, Respekt schon aber keine Angst, auch schoss mir kurz in den Kopf ob ich evtl. Narbenschmerzen spüren würde, verblaste aber schnell - immer wieder sagte ich mir : Vertrau auf dich & dein Baby. Wenn die Wehen ihren Höhepunkt erreicht hatten dachte ich daran aufzugeben & sobald sie abschwächten hatte ich neue Motivation die neue in Empfang zu nehmen. Gegen 23.30 Uhr kam dann noch einmal die Hebamme, Mumu war ca. 6-7 cm, soweit war ich bei keinem aber das realisierte ich nicht - gerne hätte ich mir etwas Schlaf gewünscht den denn Tag mit AAAA veratmen zu verbringen war dann doch etwas schlauchend, aber ich wollte nicht aufgeben & vor allem wollte ich noch nichts ins Geburtshaus, kurz bevor die Hebi ging wurde meine Atmen etwas anderes, ich raffte nicht das dies so langsame Press wehen waren. Ein paar Homöopathische Mittel verschafften mir etwas Ruhe.

Gegen 02.00Uhr mein Mann stand grad in der Dusche, rief ich die Hebi an, jetzt wollte ich dennoch kommen, ich wäre so gerne zu Hause geblieben aber das war Ihr dann doch zu Heikel. Also Kinder versorgt & ins Auto, ich merkte schon das dies mit viel Stress verbunden war. Dort angekommen es war dann 02.50 Uhr legte ich mich hin, für mich war dies in dem Moment die beste Geburtsposition - beim fühlen des Mumu war dieser vollständig eröffnet & das Köpfchen war gut fühlbar, & ohne das ich all das begreifen konnte durfte ich in meine Hand das Köpfchen pressen, ein unbeschreibliches Gefühl dein kleines neues Leben in deine Hände zu gebären, ich hab es nicht geglaubt. Niemand wirklich niemand hat mir da rum gefuchtelt, das Licht war aus, es war eine heilige Stimmung. Eine Schulter wurde nur schwer geboren so dass meine Beine zweimal hoch gewinkelt wurden (Mc Roberts Manöver) um meinem Baby zu helfen, erst da ist dann auch die Blase geplatzt. Das Fruchtwasser war auch etwas grün, die Hebi geht davon aus da es noch recht frisch aussah das dies wohl auf der Autofahrt ins GH erst passierte, eben das was mir am meisten Angst machte einen verbunden Ortswechsel & einen evtl. KS meine Tasche war auch für einen KS gepackt…

Und dann war er da, mein Baby war da um 03.27 Uhr knapp 40 Minuten später nach Ankunft & das spontan, ich bin unendlich dankbar.

56cm - 4370 Gramm - KU 36,5 cm


Ich kann es immer noch nicht wirklich glauben, ich denke es wird wohl seine Zeit brauchen bis es bei mir so wirklich angekommen ist. Aber es war die schönste Erfahrung, ja es hat wehgetan aber es war nicht schlimm & ich bin so traurig dass mir dieses wunderschöne Erlebnis bei meinen zwei Großen Söhnen genommen wurde. Schlimmer waren für mich die zwei vorherigen KS die, mir meine Weiblichkeit nahmen & vor allem das Vertrauen in mich selber. Vergessen/Verzeihen werde ich dieses traumatische Erfahrungen nie aber durch die Aufarbeitung & dem Geschenk es erleben zu dürfen, kann ich es annehmen. 

 

 

 

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© Kristina Wierzba-Bloedorn