"Seeding"

 

Unter "Seeding" versteht man das "Beimpfen" des Kindes mit dem vaginalen Scheidensekret der Mutter.

 

Eine Stunde vor dem geplanten Kaiserschnitt wird in die Scheide der Mutter eine Art Tampon eingeführt, welcher dann das Scheidensekret aufsaugt. Unmittelbar vor der OP wird der Tampon wieder herausgenommen und für kurze Zeit in einem sterilen, versiegelten Container abgelegt.

 

Nach der Geburt wird das Neugeborene im Gesicht, Mund und am Körper mit dem Tampon abgetupft. Es ist auch möglich eine Mullbinde zu benutzen, weil dann die Möglichkeit besteht, das Kind danach darin einzuwickeln.

 

Weil vaginal geborene Kinder natürlicher Weise mit der Scheiden- und Darmflora der Mutter in Berührung kommen, versucht das "Seeding" diese Möglichkeit nachzuahmen und den Kindern etwas von dieser natürlichen "Beimpfung" einer spontanen Geburt zu schenken.

 

Die Studienlage zu diesem Thema ist noch nicht abgeschlossen. Aber es gibt Hinweise, dass das Seeding das Immunsystem der Kinder dauerhaft stärkt.

 

 

 

 

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© Kristina Wierzba-Bloedorn